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PABB aktuell

Bei Pilzvergiftungen: 24-Std.-Giftnotruf-Berlin: (030) 19240

Vereinsabende

Die Vereinsabende finden bis auf Weiteres im Saal der Stiftung Naturschutz Berlin nur mit begrenztem Personenkreis sowie per Videokonferenzstatt statt. In den Fluren der Stiftung herrscht Maskenpflicht. Die Teilnehmer-Höchstgrenze entspricht der jeweils geltenden Corona-Verordnung (im Moment 50 Personen). Da das Risiko einer Ansteckung mit Corona während einer Veranstaltung in Innenräumen sehr hoch ist, sollten Teilnehmer möglichst vollständig geimpft sein oder sich durch einen freiwilligen Selbsttest davon überzeugen, dass keine Erkrankung vorliegt.

übliche Agenda (kann anlaßbezogen variieren):

  • Vereinsnachrichten,
  • Organisatorisches,
  • ggf. Beratung bei Vergiftungsfällen (Giftnotruf Berlin)
  • Literaturbesprechungen und
  • Vorstellung der gesammelten Pilze aus allen Pilzgruppen
  • im Winter Vortragsreihe

jeweils montags (außer feiertags) 18:00 Uhr im Sitzungssaal der Stiftung Naturschutz Berlin (4. OG).

  • 15.10.2022 Vorbereitung des Tags des Pilzes in den Vereinräumen

bisher:

  • 02.05.2022 Mitgliederversammlung
  • 07.03.2022 Vorbesprechung über den Beitrag der PABB zum Langen Tag der Stadtnatur

Vorträge (jeweils ab 18.00 Uhr)

Die Vorträge sind öffentlich und unentgeltlich, soweit nicht anders angegeben.

Auf Grund der Corona-bedingten Einschränkungen finden die Vorträge an den Vereinsabenden im Rahmen der Videokonferenzen statt.

vor kurzem:

  • 28.03.2022 Daniela Demski: Erste Ergebnisse zu Versuchen mit dem Bento-Lab (wesentliche Bearbeitungsschritte von Pilzproben für die Sequenzierung (DNS-Extraktion, PCR-Amplifikation, Gelelektrophorese)
  • 14.03.2022 Astrid Basner: Kleine Einführung in die Holzbestimmung
  • 28.02.2022 Manfred Weiß: Die Gattung Entoloma (Rötlinge) für Einsteiger - die häufigsten Arten in Brandenburg
  • 14.02.2022 Yannik Brenz (SNB): Einführung zum „Artenfinder“

Exkursionen

Exkursionen von Mitgliedern der PABB zur Erfassung des jahreszeitlich typischen Pilzartenbestandes ausgewählter Gebiete (Vorbesprechung jeweils im Rahmen des Vereinsabends):

1. Wochenend-Exkursionen

  • 20.08.2022 PABB-Exkursion in den Plänterwald. Treffpunkt 11 Uhr an der Kreuzung Neue Krugallee/Am Plänterwald.

vor kurzem:

  • 13.08.2022 PABB-Exkursion östlich von Berlin-Müggelheim in die Umgebung der Krummen Laake.
  • 06.08.2022 PABB-Exkursion in der Umgebung der Dahme.
  • 30.07.2022 PABB-Exkursion südlich von Postdam.
  • 23.07.2022 PABB-Exkursion in der Umgebung des Pätzer Hintersees.
  • 09.07.2022 PABB-Exkursion in der Umgebung des Wirchensees im Schlaubetal.
  • 02.07.2022 PABB-Exkursion in die Umgebung von Schönwalde
  • 25.06.2022 PABB-Exkursion zum Krummen See bei Königs Wusterhausen.
  • 08.05.2022 PABB-Exkursion auf dem Parkfriedhof Marzahn.
  • 14.05.2022 PABB-Exkursion im Bereich des Jagdschlosses Glienicke zur Kartierung und Vorbereitung des langen Tags der Stadtnatur.
  • 01.05.2022 IMM-Exkursion im Fresdorfer Moor (MTB 3744/14).
  • 16.04.2022 PABB-Exkursion auf dem Gelände der drei Friedhöfe „Zion“, „Frieden-Himmelfahrt“ und „Gethsemane“ (Pankow).
  • 02.04.2022 PABB-Exkursion am Großen und Kleinen Tornowsee
  • 19.03.2022 PABB-Exkursion auf der Fläche an der Osloer Straße 108
  • 05.03.2022 PABB-Exkursion am Nordwest-Ufer des Stechlinsees.
  • 19.02.2022 PABB-Exkursion auf dem Hahneberg-Areal an der Spandauer Stadtgrenze.
  • 22.01.2022 PABB-Exkursion auf den Muschelkalk-Halden beim Steinbruch Rüdersdorf (Brandenburgische Trias).
  • 09.01.2022 PABB-Exkursion zur Erfassung des jahreszeitlich typischen Pilzartenbestands in der Murellenschlucht (Ruhleben).

2. Mittwochs-Exkursionen

Diese Kartierungs-Exkursionen finden jeweils mittwochs unter der Leitung von Heinrich Waldschütz statt. Er gibt die jeweiligen Ziele kurzfristig hier auf der Webseite bekannt:

  • 17.08.2022 PABB-Exkursionen nach Kaniswall bei Gosen. Treffpunkt 10:27 Uhr Bushaltestelle Neu Zittau - Kindertagesstätte. Bus aus Erkner. Oder etwas später im Alten Fischerweg. Dort auch Parkmöglichkeiten.

vor kurzem:

  • 10.08.2022 PABB-Exkursionen in ein Feuchtgebiet südlich von Groß Köris
  • 03.08.2022 PABB-Exkursionen in die Umgebung Wünsdorf-Waldstadt, Kriegsgräberstätte Zehrensdorf.
  • 27.07.2022 PABB-Exkursion im Bereich der Löcknitz
  • 20.07.2022 PABB-Exkursion im Bereich des ehemaligen Blankenfelder Sees zur Erkundung der Pilzflora in extremer Wetterlage
  • 06.07.2022 PABB-Exkursion im Schlaubetal.
  • 29.06.2022 PABB-Exkursion in Frohnau.
  • 22.06.2022 PABB-Exkursion in die Umgebung von Groß Köris.

Tagungen

  • 16./18.09.2022 BLP-Herbstexkursionstagung in der Westprignitz (Schloss Gadow). Anmeldeschluss war der 01.07.2022
  • 06.10-09.10.2022 IMM-Tagung 2022 im Schloß Gadow NW von Wittenberge (Einladung)
  • 03. bis 06.11.2022 4. BOLETUS-Tagung in Salem (Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See); Anmeldeschluß war der 28.02.2022! (Einladung und Anmeldung)
  • 09.10. bis 15.10.2022 J.E.C.Tagung in Sarnonico
  • 29.10.2022 BLP-Spätherbstexkursionstagung (Ort noch nicht festgelegt)

bisher:

  • 07.05.2022 BLP-Frühjahrsexkursionstagung in Lehnin
  • 23. bis 26.06.2022 Phytoparasitischen Kleinpilz-Tagung bei Garmisch-Partenkirchen.

Vorschau:

  • 14.09.2023 bis 21.09.2023 DGfM-Tagung 2023 im Schieferpark Lehesten/Thüringen. Die Exkursionstagung findet vom 14. bis 19. September 2023 statt, wobei der 14. als Anreisetag mit Fachausschusstreffen und Eröffnungsabend geplant wird. Die Wissenschaftliche Vortragstagung beginnt Montag nachmittags am 18. September und endet voraussichtlich am Donnerstag, 21. September 2023

Sonstige Termine

  • 16.10.2022 Tag des Pilzes im Freilandlabor Britzer Garten

bisher:

  • 11./12.06.2022 Langer Tag der Stadtnatur (Jagdschloss Glienicke) mit Exkursionen.
    1. Samstag, 11.06.2022: Beginn der Pilzausstellung: 13:00 Uhr, Führungen nach Plan, Ende der Ausstellung um 18:00 Uhr,
    2. Sonntag,12.06.2022: Beginn der Pilzausstellung: 10:30 Uhr, Führungen nach Plan, Ende der Ausstellung um 17:00 Uhr,
  • 11./12.06.2022 Tag der Natur der NAJU Brandenburg auf dem Gelände in Alt Schadow.
  • 21./22.05.2022 Tag der Artenvielfalt im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen (bei Elsterwerda).

Projekte

Projekt „Arrhenia philonotis“

Anläßlich seines Vortrags am 22.01.2018 in der PABB hat uns Dr. Robert Lücking gebeten, sequenzierbare Belege von sphagnicolen Arrhenia-Arten aus Brandenburg zu beschaffen.

Das Ziel des Projekts ist es, einen Beleg auszuwählen, der als neuer Typus-Beleg (Epitypus) für die ursprünglich von LASCH 1828 beschriebenen Arrhenia philonotis (LASCH) REDHEAD, LUTZONI, MONCALVO & VILGALYS dienen soll.

Dem Finder soll die Co-Autorenschaft in der entsprechenden Veröffentlichung angeboten werden. Zudem sollen auch ähnliche Arten vom selben Standort sequenziert werden, was unser Wissen über die in Brandenburg vorkommenden Pilzarten verbessern würde.

Was wird benötigt?

  • mindestens ein bei weniger als 40°C zügig getrockneter Fruchtkörper
  • ein druckbares, unverwackeltes Foto der Frischpilze am Standort
  • die Funddaten (Ort, Datum)

Was sind sphagnicole Arrhenia-Arten?

Die Gattung Arrhenia enthält eine Reihe kleiner, +/- brauner Ständerpilzarten. In der Pilzvorstellung bei der PABB sind beispielsweise die spatelförmige A. spathulata und die stiellose A. retiruga hin und wieder zu sehen. Allerdings gibt es in der Gattung Arrhenia auch Arten, die aussehen wie „normale“ Blätterpilze mit Nabelings-Habitus, darunter der gesuchte Arrhenia philonotis: bis 5 cm hoch, Hut genabelt, Lamellen herablaufend, blass braun.

Bei LUDWIG (Pilzkompenidum Bd. 1) heißt die Art Omphalina philonotis (Nr. 55.32). Es gibt eine Reihe ähnlicher Arten, die jedoch auch gesammelt werden dürfen, da diese sequenziert werden.

Wichtig ist: Es werden nur Belege von solchen Arten benötigt, die in Assoziation mit Torfmoos (Sphagnum) leben, also sphagnicol sind. Auch wenn die einzelnen Torfmoos-Arten für einen Leihen ununterscheidbar sind, so lässt sich die Gattung Sphagnum schon durch ihre Größe an ihrem Standort im Moor leicht ansprechen.

Was ist bei der Suche zu beachten?

Von LASCH wissen wir nur, dass der Fundort in der Mark Brandenburg in den Grenzen von 1828 liegt - eine recht ungenaue Angabe. Der Epitypus muss aus demselben Gebiet stammen, welches heute große Teile Brandenburgs sowie Westpolens umfasst. Weiterhin wachsen diese Rote-Liste-Pilze in normalerweise geschützten Standorten (Moore) an Pflanzen, die unter Naturschutz stehen. Es ist also eine gewisse Rücksicht beim Betreten dieser Standorte angebracht, Material sollte nur in bescheidenem Umfang entnommen werden, Wege dürfen in Naturschutzgebieten nicht verlassen werden. Und wenn man sich schon die Mühe macht, einen solchen Standort zu besuchen, dann möglichst noch andere Pilzarten (z.B. Hypholoma, Galerina, Cortinarius, …) mitkartieren oder Frischbelege zur Bestimmung bei der PABB vorlegen. Die moorbewohnenden Pilzarten sind oft unterkartiert.

Wann und wo können Belege gefunden werden?

Als Phänologie für A. philonotis gibt LASCH den September und Oktober an; LUDWIG schreibt: „Früh im Jahr und schon im Herbst nicht mehr zu finden. Juni - August (- September).“

Reliktartig und teils sehr kleinräumig kommen Flachmoore verstreut in ganz Berlin und Brandenburg vor - gern als verlandete Seen. Allerdings wachsen dort nicht immer Torfmoose. Erfolgversprechend sind offene Feuchtgebiete und Moorbirken-Wälder. Tagebaufolgelandschaften können sich auch zu Flachmooren entwickeln und Torfmoose beherbergen.

Projekt "Wer findet den kleinsten Käfer Europas?"

Während seines Vortrages zu Käfern und Pilzen regte uns Jens Esser an, nach dem kleinsten Käfer Europas Ausschau zu halten, da für diese Art noch kein Nachweis für unsere Region vorläge. Baranowskiella ehnstromi lebt in den Poren des Muschelförmigen Feuerschwamms (Phellinopsis conchata), welcher seinerseits an Weiden in Auwäldern vorkommt. Der Feuerschwamm ist bei uns recht selten, wurde aber schon ein paar Mal - besonders im Raum Potsdam - nachgewiesen. Möglicherweise kennt jemand einen Standort des Feuerschwamms mit aktiven Fruchtkörpern und kann Jens Esser (jens_esser@yahoo.de) darüber informieren.

Kooperation mit der Universität Potsdam - Projekt "Brandstellen bei Treuenbrietzen"

Im Rahmen von Exkursionen werden die Brandstellen bei Treuenbrietzen durch die PABB e.V bzw. deren Mitgliedern mykologisch untersucht.

unentgeltliche Pilzberatung

in den Monaten Mai bis November vor den Vereinsabenden von 17:30 bis 18:00 Uhr. :-( Auf Grund der Corona-Krise findet die Frühjahrsexkursionstagung bis auf weiteres nicht statt.

Außerdem berät unser Mitglied Hansjörg Beyer im Botanischen Museum Berlin-Dahlem Die Pilzberatung findet bis auf Weiteres nicht vor Ort statt. Die Pilzberatung ist weiterhin per Mail erreichbar unter h.beyer@bgbm.org .

Wichtige Hinweise zur Vergiftungsprophylaxe

  • Die Pilze sehen in der Natur oft ganz anders aus, als im Buch, z.B. weil der Regen die Hutschuppen abgewaschen hat oder der Stielring von Schnecken abgefressen worden ist!
  • Der grüne Knollenblätterpilz verursacht bei uns die meisten tödlichen Vergiftungen!
  • Der Kahle Krempling und die Frühjahrslorchel können tödliche Vergiftungen verursachen!
  • Giftige Ritterlinge: Grünling und Erdritterlingmehr
  • Der tödlich giftige Nadelholzhäubling wächst auch auf Laubholz und kann mit dem Stockschwämmchen verwechselt werden!
  • Achten Sie auf das Pilzvorkommen, wenn Ihre Kleinkinder im Garten spielen!
  • Giftpilze können gut schmecken; auch durch das Mitkochen einer Zwiebel oder das Eintauchen eines Silberlöffels kann ein tödliches Pilzgericht nicht erkannt werden!
  • Es gibt in der Natur auch giftige Champignons; teilweise in großen Mengen!

Der Pilz des Jahres

aktuell.txt · Zuletzt geändert: 2022/08/19 10:10 von superuser

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