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PABB aktuell

Bei Pilzvergiftungen: 24-Std.-Giftnotruf-Berlin: (030) 19240

Vereinsabende

:-( (Die Vereinsabende finden bis auf Weiteres nur mit begrenztem Personenkreis nach Anmeldung und per Videokonferenzstatt statt)

  • Vereinsnachrichten,
  • Organisatorisches,
  • ggf. Beratung bei Vergiftungsfällen (Giftnotruf Berlin)
  • Literaturbesprechungen und
  • Vorstellung der gesammelten Pilze aus allen Pilzgruppen
  • im Winter Vortragsreihe

jeweils montags (außer feiertags) 18:00 Uhr im Sitzungssaal der Stiftung Naturschutz Berlin (4. OG).

vor kurzem:

  • 20.01.2020 Schwerpunktabend Gallertpilze
  • 06.01.2020 vereinsinternes Neujahrstreffen

Vorschau:

  • Frühjahr (März 2020) „Färben-mit-Pilzen“ (geplant)

Vorträge (jeweils ab 18.00 Uhr)

Die Vorträge sind öffentlich und unentgeltlich, soweit nicht anders angegeben.

Die Vortragsreihe 2019/2020 ist beendet

vor kurzem:

  • 02.03.2020 Julia Kruse: Phytoparasitische Kleinpilze in Australien - Neues und Bekanntes vom 'Roten Kontinent'
  • 24.02.2020 Prof. Dr.-Ing. Vera Meyer: Pilzbiotechnologie als Treiber neuer Ideen und Innovationen
  • 10.02.2020 Wolfgang Bivour: Island - Pilze und Landschaften
  • 27.01.2020 Victor Grönke: Stinkmorcheln und ihre Verwandten aus aller Welt - Ein Überblick
  • 13.01.2020 Dörte Wernick: Bilder einer Paddeltour in Sibirien auf dem Fluss Bargusin und Baikalsee mit Bildern von Fauna, Flora und Funga

Exkursionen

Exkursionen von Mitgliedern der PABB nach Absprache (Vorbesprechung jeweils im Rahmen des Vereinsabends)

vor kurzem:

  • 26.09.2020 PABB-Exkursion gemäß Absprache
  • 01.08.2020 PABB-Exkursion am Dolgensee bei Karlsdorf
  • 18.07.2020 PABB-Exkursion im Schloßpark Wiesenburg. (Leitung Dr. Stefan Ihle).
  • 11.07.2020 PABB-Exkursion in den Kranichbergen
  • 14.03.2020 PABB-Exkursion bei Alt Rosenthal
  • 22.02.2020 PABB-Exkursion in die Lieberoser Heide
  • 08.02.2020 PABB-Exkursion im Park Sanssouci in Potsdam.
  • 01.02.2020 PABB-Exkursion in der Köllnischen Heide (Berlin-Treptow). (Leitung Heinrich Waldschütz).
  • 15.01.2020 PABB-Exkursion an den Nudower Teichen, südöstlich von Potsdam (Leitung Heinrich Waldschütz).
  • 11.01.2020 PABB-Exkursion entlang des Trebuser Grabens im MTB-Q 3549/433.
  • 04.01.2020 PABB-Exkursion am Kalksee bei Rüdersdorf (MOL).

Tagungen

  • 07.11.2020 BLP-Spätherbstexkursionstagung (Tagungsort noch nicht festgelegt)
  • :!: 29.10.-01.11.2020 22.10-25.10.2020 IMM-Tagung in Sallgast.Tagungsort ist wie im letzten Jahr das Schlossparkhotel Sallgast, Parkstrasse 4, 03238 Sallgast

Vorschau:

  • 01. bis 05.10.2021 Internationale DGfM-Tagung mit 100-Jahr-Feier in Blaubeuren (Baden-Württemberg) statt.

bisher:

  • 18.-20.09.2020 BLP-Herbsttagung in Erker (Bildungszentrum)
  • 30.04 bis 03.05.2020 Frühjahrstagung der DGfM in Schmitten :-( auf Grund der Corona-Krise entfallen.
  • 02.05.2020 BLP-Frühjahrsexkursionstagung :-( auf Grund der Corona-Krise entfallen.

Sonstige Termine

25.10.2020 (11.00 Uhr bis 16.00 Uhr) Tag des Pilzes im Britzer Garten (mit Führungen um 12.00 Uhr und um 16.00 Uhr)

vor kurzem:

  • 13./14.06.2020 Langer Tag der Stadtnatur entfallen(geplant war eine Ausstellung zu Pilzen und Flechten mit Führungen im Botanischen Garten Berlin)
  • 05.09.2019 bis 30.04.2020 Ausstellung „Mind the Fungi“. Lokale Baumpilze als nachhaltiger Rohstoff für die Zukunft„. Die Ausstellung wird bis zum 30. April 2020 im Futurium (Futurium Lab), Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Projekte

Projekt „Arrhenia philonotis“

Anläßlich seines Vortrags am 22.01.2018 in der PABB hat uns Dr. Robert Lücking gebeten, sequenzierbare Belege von sphagnicolen Arrhenia-Arten aus Brandenburg zu beschaffen.

Das Ziel des Projekts ist es, einen Beleg auszuwählen, der als neuer Typus-Beleg (Epitypus) für die ursprünglich von LASCH 1828 beschriebenen Arrhenia philonotis (LASCH) REDHEAD, LUTZONI, MONCALVO & VILGALYS dienen soll.

Dem Finder soll die Co-Autorenschaft in der entsprechenden Veröffentlichung angeboten werden. Zudem sollen auch ähnliche Arten vom selben Standort sequenziert werden, was unser Wissen über die in Brandenburg vorkommenden Pilzarten verbessern würde.

Was wird benötigt?

  • mindestens ein bei weniger als 40°C zügig getrockneter Fruchtkörper
  • ein druckbares, unverwackeltes Foto der Frischpilze am Standort
  • die Funddaten (Ort, Datum)

Was sind sphagnicole Arrhenia-Arten?

Die Gattung Arrhenia enthält eine Reihe kleiner, +/- brauner Ständerpilzarten. In der Pilzvorstellung bei der PABB sind beispielsweise die spatelförmige A. spathulata und die stiellose A. retiruga hin und wieder zu sehen. Allerdings gibt es in der Gattung Arrhenia auch Arten, die aussehen wie „normale“ Blätterpilze mit Nabelings-Habitus, darunter der gesuchte Arrhenia philonotis: bis 5 cm hoch, Hut genabelt, Lamellen herablaufend, blass braun.

Bei LUDWIG (Pilzkompenidum Bd. 1) heißt die Art Omphalina philonotis (Nr. 55.32). Es gibt eine Reihe ähnlicher Arten, die jedoch auch gesammelt werden dürfen, da diese sequenziert werden.

Wichtig ist: Es werden nur Belege von solchen Arten benötigt, die in Assoziation mit Torfmoos (Sphagnum) leben, also sphagnicol sind. Auch wenn die einzelnen Torfmoos-Arten für einen Leihen ununterscheidbar sind, so lässt sich die Gattung Sphagnum schon durch ihre Größe an ihrem Standort im Moor leicht ansprechen.

Was ist bei der Suche zu beachten?

Von LASCH wissen wir nur, dass der Fundort in der Mark Brandenburg in den Grenzen von 1828 liegt - eine recht ungenaue Angabe. Der Epitypus muss aus demselben Gebiet stammen, welches heute große Teile Brandenburgs sowie Westpolens umfasst. Weiterhin wachsen diese Rote-Liste-Pilze in normalerweise geschützten Standorten (Moore) an Pflanzen, die unter Naturschutz stehen. Es ist also eine gewisse Rücksicht beim Betreten dieser Standorte angebracht, Material sollte nur in bescheidenem Umfang entnommen werden, Wege dürfen in Naturschutzgebieten nicht verlassen werden. Und wenn man sich schon die Mühe macht, einen solchen Standort zu besuchen, dann möglichst noch andere Pilzarten (z.B. Hypholoma, Galerina, Cortinarius, …) mitkartieren oder Frischbelege zur Bestimmung bei der PABB vorlegen. Die moorbewohnenden Pilzarten sind oft unterkartiert.

Wann und wo können Belege gefunden werden?

Als Phänologie für A. philonotis gibt LASCH den September und Oktober an; LUDWIG schreibt: „Früh im Jahr und schon im Herbst nicht mehr zu finden. Juni - August (- September).“

Reliktartig und teils sehr kleinräumig kommen Flachmoore verstreut in ganz Berlin und Brandenburg vor - gern als verlandete Seen. Allerdings wachsen dort nicht immer Torfmoose. Erfolgversprechend sind offene Feuchtgebiete und Moorbirken-Wälder. Tagebaufolgelandschaften können sich auch zu Flachmooren entwickeln und Torfmoose beherbergen.

Projekt "Wer findet den kleinsten Käfer Europas?"

Während seines Vortrages zu Käfern und Pilzen regte uns Jens Esser an, nach dem kleinsten Käfer Europas Ausschau zu halten, da für diese Art noch kein Nachweis für unsere Region vorläge. Baranowskiella ehnstromi lebt in den Poren des Muschelförmigen Feuerschwamms (Phellinopsis conchata), welcher seinerseits an Weiden in Auwäldern vorkommt. Der Feuerschwamm ist bei uns recht selten, wurde aber schon ein paar Mal - besonders im Raum Potsdam - nachgewiesen. Möglicherweise kennt jemand einen Standort des Feuerschwamms mit aktiven Fruchtkörpern und kann Jens Esser (jens_esser@yahoo.de) darüber informieren.

Kooperation mit der Universität Potsdam - Projekt "Brandstellen bei Treuenbrietzen"

Im Rahmen von Exkursionen werden die Brandstellen bei Treuenbrietzen durch die PABB e.V bzw. deren Mitgliedern mykologisch untersucht.

unentgeltliche Pilzberatung

in den Monaten Mai bis November vor den Vereinsabenden von 17:30 bis 18:00 Uhr. :-( Auf Grund der Corona-Krise findet die Frühjahrsexkursionstagung bis auf weiteres nicht statt.

Außerdem berät unser Mitglied Hansjörg Beyer im Botanischen Museum Berlin-Dahlem Die Pilzberatung findet bis auf Weiteres nicht vor Ort statt. Die Pilzberatung ist weiterhin per Mail erreichbar unter h.beyer@bgbm.org .

Wichtige Hinweise zur Vergiftungsprophylaxe

  • Die Pilze sehen in der Natur oft ganz anders aus, als im Buch, z.B. weil der Regen die Hutschuppen abgewaschen hat oder der Stielring von Schnecken abgefressen worden ist!
  • Der grüne Knollenblätterpilz verursacht bei uns die meisten tödlichen Vergiftungen!
  • Der Kahle Krempling und die Frühjahrslorchel können tödliche Vergiftungen verursachen!
  • Giftige Ritterlinge: Grünling und Erdritterlingmehr
  • Der tödlich giftige Nadelholzhäubling wächst auch auf Laubholz und kann mit dem Stockschwämmchen verwechselt werden!
  • Achten Sie auf das Pilzvorkommen, wenn Ihre Kleinkinder im Garten spielen!
  • Giftpilze können gut schmecken; auch durch das Mitkochen einer Zwiebel oder das Eintauchen eines Silberlöffels kann ein tödliches Pilzgericht nicht erkannt werden!
  • Es gibt in der Natur auch giftige Champignons; teilweise in großen Mengen!

Der Pilz des Jahres

aktuell.txt · Zuletzt geändert: 2020/09/22 14:12 von thomas

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